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„Corona schwebt wie ein Damoklesschwert über uns“

Dienst am Menschen, aber mit Abstand: das ist schwierig. Die Freiwilligen Feuerwehren kämpfen schon länger mit Nachwuchspro- blemen, nun auch noch mit Corona. Stadtbrandrat Andreas Dittlmann erzählt davon im Passauer Gespräch – und erklärt, warum er die Arbeit trotzdem mag. Im Interview mit Agnes Striegan Herr Dittlmann, Corona bedeutet Abstand halten, keine großen Gruppen, ständig neue Vorgaben. Wie beeinträchtigt das die Arbeit der Feuerwehr? Die Vorgaben für die Feuerwehr sind wesentlich schärfer als die für Schulen, private Feiern oder die Bundesliga, weil wir als systemrelevant eingestuft sind. Corona hängt wie ein Damoklesschwert über uns: Wenn wir einen Fall haben, werden wir unter Quarantäne gestellt. Damit nicht gleich die ganze Feuerwehr ausfällt, wenn ein Corona-Fall auftreten sollte, üben wir immer in denselben Kleingruppen. Und benachbarte Feuerwehren üben nicht zusammen, damit sie im Notfall das Nachbargebiet mit abdecken können. Aber die Freiwillige […]

Coronavirus: Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit

Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit zur Erweiterung der Leitlinien zur Beschränkung von sozialen Kontakten   Das Bundesministerium für Gesundheit informiert: Die rasante Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend. Wir müssen alles tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend. Bund und Länder verständigen sich auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte. Die bisherigen Leitlinien mit dem Charakter von verbindlichen Regeln werden wie folgt erweitert: 1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. 2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5m einzuhalten. 3. Der Aufenthalt […]

Helfer in Uniform – Nicht vergessen: Einsatzkräfte opfern ihre Freizeit

Sie setzen sich für andere ein, auch und vor allem im Notfall: Helfer in Uniform. Ein Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr, die weit mehr ist als „Hausmeisterdienst Sankt Florian“.  Von Daniela Pledl (PNP) 1177-mal gingen im vergangenen Jahr die Piepser im Bereich der Stadtbrandinspektion (siehe Kasten). Feuerwehrler rückten aus, zusätzlich zu 215 Sicherheitswachen, wie sie zum Beispiel im Stadttheater und in der Dreiländerhalle abzuhalten waren. 1177 mal gebrannt hat es aber keineswegs. 58 Prozent der „Ausrückungen“ waren technische Hilfsleistungen (THL). Die „Feuer-“ wird immer mehr zur „Hilfswehr“, oder wie Stadtbrandrat Andreas Dittlmann es nennt: zum „Hausmeisterdienst Sankt Florian“. Keine Frage: Ist eine Person bei einem Unfall eingeklemmt, läuft Benzin aus, steht ein Keller unter Wasser oder fällt ein Baum auf die Fahrbahn – die Feuerwehr hilft. „Eine andere Hausnummer aber ist, wenn kleine Asterl auf der Straße liegen und […]